Unser Patenkind Sekou aus Burkina Faso

Glückliche Kinder, die zur Schule gehen, stolz ihren Schulranzen schultern und am Abend noch zur Gruppenstunde der Pfadfinder kommen. Warum sollte dieses Bild nur für reiche Länder gelten und nicht für alle?

Wie könnten wir es schaffen, ein Stückchen Gerechtigkeit und „Gleichheit aller Menschen und Religionen“ in unseren Stamm zu bringen und allen Mitgliedern der DPSG die Möglichkeit geben, etwas dazu beizutragen?

Eine Möglichkeit fanden wir in einer Patenschaft. Mit der Wahl von  Plan International Deutschland als Koordinator und Schirmorganisation haben wir die Chance, gezielt ein Mädchen in einem Krisen- bzw. benachteiligten Gebiet dieser Erde zu unterstützen.

Nach nur wenigen Formalitäten wurden uns im Oktober 2014 unser neues Patenkind und ihre Familie vorgestellt:

Sekou wurde in Burkina Faso geboren. Die Familie lebt von der Landwirtschaft und wohnt in einem Haus aus luftgetrockneten Lehmziegeln mit einem Dach aus Torf und einem Fußboden aus Erde. Holz ist ihr Brennmaterial, aus einem Brunnen in ca. 30 Minuten Entfernung kann die Familie das ganze Jahr über Wasser beziehen. Sekou besucht die Grundschule und braucht zu Fuß etwa 30 Minuten dorthin.

Über die Patenschaft schreibt Plan selbst Folgendes:

„Plan strebt mit seinem Patenschaftsmodell eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Kindern in Entwicklungsländern an. Die Patenkinder sind dabei Botschafter der Programmarbeit, für die das Geld verwendet wird. Denn Plan arbeitet nicht nur für Kinder, sondern mit ihnen, ihren Familien und Gemeinden, um ihre Armut zu überwinden. Alle Kinder in einer Gemeinde profitieren von der Patenschaft.
Die Menschen werden motiviert, für ihre Belange und die der Kinder einzutreten. Die Einbindung in die Planung, Durchführung und Auswertung der Projekte fördert die Eigenverantwortung und Identifizierung mit dem Geschaffenen.“
(www.plan.de)

Wir hatten schon Briefwechsel mit Sekou und ihrer Familie. Es gibt viel zu Lernen auf beiden Seiten, über die Kultur, das Briefeschreiben an sich, den Alltag uvm. Es bleibt außerdem immer spannend, wann der nächste Brief ankommt und was erzählt wird. Denn ein Briefwechsel kann bis zu 6 Monaten dauern: bis zu 3 Monate für das Übersetzen in die Landessprache, das Verschicken und das Ankommen in Burkina Faso und wieder 3 Monate für das Schreiben (oder diktieren), Übersetzen und Verschicken zu uns nach Deutschland.

Das Leitungsteam von St. Ulrich und Afra entschied sich, die monatlichen Kosten für das Patenkind untereinander aufzuteilen. Einmalige oder regelmäßige Spenden und Unterstützung von Anderen sind trotzdem erlaubt 😉

Unser Stamm hat jetzt ein Mitglied mehr – Sekou aus Burkina Faso!

Member of the World Organization of the Scout Movement (WOSM)